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Ein kleiner Grundkurs in der Katzensprache
Die Augensprache

Direkter Blick:
Überlegenheitsdemonstration,erste Stufe der Drohung. Eine Katze in freundlicher Absicht schaut eine andere Katze deshalb niemals starr an. Tu Du es auch nicht! Blinzeln:
Lächeln, Kontaktaufnahme, Beschwichtigung. Versicherung: "Ich bin Dir freundlich gesinnt". Der "Blinzelflirt" funktioniert auch zwischen Mensch und Katze - jeder Katze! Probiere es beim nächsten Zoobesuch am Löwengehege;-) starrer Blick:
zusammen mit verengter Pupille und "spielenden" Ohren: Angriffsdrohung. Sind die Pupillen geweitet: Angst. Legt sie noch die Ohren an: Abwehrdrohung. Umherschauen:
Verlegenheitsreaktion der zurechtgewiesenen oder ausgeschimpften Katze.
Die Sprache der Ohren

gespitzt, nach vorn:
Aufmerksamkeit gedreht, spielend:
Angriffslust, Skepsis angelegt: Verwirrung, Angst
Die Sprache des Schwanzes

hoch aufgerichtet:
Katze fühlt sich wohl und ist guter Dinge. Läuft sie mit steil aufgerichtetem Schwanz vor ihren Menschen, heisst das: "Komm doch mal mit!". Zittert der hochgestreckte Schwanz in sich, so ist das ein freudiges "Hallo"
"Flaschenbürste": Bei Angst oder Abwehr, plustert sie den Schwanz zu mehrfacher Dicke auf. Mit dem berühmten "Katzenbuckel" will sie dem Gegner imponieren, eine gefährliche Größe vortäuschen. Die perfekte Abwehrdrohung. Wedeln, Peitschen:
Spannung, Erregung, Ärger
Die Körpersprache

Köpfchen geben, stupsen:
Ausdruck von Zärtlichkeit und Zuneigung. Du darfst dir etwas einbilden, wenn die Katze sich auf die Hinterbeine stellt, um ihr Köpfchen in die Streichelhand zu schmiegen! Präsentieren:
Die Katze begrüsst Mensch oder Artgenossen mit steil aufgerichtetem Schwanz und leicht hochgerecktem Po. Sie reibt Köpfchen und Flanken am Körper des Begrüssten: eine ausgesprochen freundliche Geste. Sie wird von Kätzchen auch angewendet, um Futter von der Mutter zu erbetteln. Treteln:
Frühkindlicher Verhaltensrest (Milchtritt). Er gilt auch als Liebenserklärung an den Menschen. Pfote heben:
Die Katze zeigt Dir die "Gelbe Karte". Sie warnt, bevor sie zuschlägt. Auf die Seite rollen, herumpfoteln:
Die Katze zeigt Spielbereitschaft auf den Rücken rollen:
Aufforderung zum Kraulen. Vorsicht: Bei Katzenkämpfen ist die Rückenlage eine effektive Abwehrstellung. Unter Umständen bricht dieser Abwehrreflex durch, und der Schmuser kratzt Dich mit den Hinterpfoten. Dies war dann keinesfalls böse gemeint ! Manche Katzen rollen sich auch auf dem Rücken, um vom Menschen Fellpflege durch sanftes Bürsten einzufordern. Nutze das ruhig aus - Deiner Katze tut es gut. Fellpflege als Sozialkontakt ist im übrigen im Katzenvolk weit verbreitet. Köpfchen reiben:
Die Katze reibt ihre Wange an Deinem Körper oder einem Gegenstand. Dies bedeutet Markierungsverhalten. Die Katze parfümiert so ihren "Besitz" mit (für uns nicht riechbaren) Duftstoffen aus speziellen Drüsen in den Wangen. "Erkennungskuss":
Katzen begrüssen einander Nase an Nase. Wenn Deine Katze mit der Nasenspitzen Deine Nase berührt, heisst das: "Kompliment, du bist eine richtige Katze."
Die Stimme

Miau, Maunz, Maaauu, Mrau etc.:
Von Mieze eigens eingesetzt um "ihren" Menschen anzusprechen. Je nach Tonlage und zusätzlich verwendeter Körpersprache sollen wir sie füttern / sie kraulen / mit ihr spielen / eine geschlossene Tür öffnen und, und und ...
Schnurren:
Wohlgefallen und Entspannung. Mieze genießt die Situation. Aber auch zum Stressabbau, z.B. während der Wehen, nach Unfall, etc. Fauchen:
Missfallen, Abwehr, Angst, Erschrecken. Zurückhaltung bzw. Rückzug ist angesagt...! Grollen:
Wachsende Erregung, Warnung vor der Attacke, die bei Missachtung konsequent durchgezogen wird Kreischen:
Begleitet die Attacke; auch Ausdruck plötzlichen, großen Schmerzes Schnattern, Gackern:
Unwillkürlicher Ausdruck höchster Erregung bei aufgestauter Jagdlust. Eine Art Ersatzhandlung, wenn die Katze eine unerreichbare Beute erspäht hat, z.B. eine Fliege oder einen Vogel hinter der Fensterscheibe.
Etwas Geschichte zum Schluss


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